Presse 2011
Nassauische
Neue Presse vom 28.12.2011
In die Herzen gesungen
In den Weihnachtsjubel der Chöre
und Solisten stimmten zum Schluss die Zuhörer ein
Das traditionsreiche Konzert der "westerwälder vocalisten"
lockte auch in diesem Jahr wieder viele Besucher in die Steinefrenzer
Pfarrkirche.
Steinefrenz. Es konnte ja gar nicht anders sein:
Am Tag vor Heiligabend war die Steinefrenzer Pfarrkirche St. Matthias
wieder brechend voll. Denn das inzwischen traditionelle Weihnachtskonzert
der "westerwälder vocalisten" ist so beliebt, dass
nicht nur Einheimische zu den Besuchern zählen, sondern landesweit
als Publikumsmagnet gilt.
Dafür bürgt der musikalische Leiter Hubertus Weimer,
der wieder ebenso bekannte wie qualifizierte Solisten und Instrumentalisten
für dieses kulturelle Ereignis verpflichten konnte. Der Sprecher
der "westerwälder vocalisten", Franz-Bernhard Zeis,
der ebenso vom guten Besuch angetan war, wie die Mitwirkenden
selbst, meinte bei der Begrüßung, dass Weihnachten
drinnen stattfinden müsse. Nicht in den hektischen Einkaufszonen
der Städte, sondern wenn ich einem Freund, Nachbarn oder
Bruder die offene Hand reiche, wenn ich anpacke, statt zu lamentieren,
wenn ich ein verbindendes Wort spreche, statt zu schweigen.
Einstimmung
Es ist immer wieder eine Einstimmung auf das Christfest,
wenn in der abgedunkelten Kirche die Sänger einziehen und
das alte Adventslied "O Heiland, reiß die Himmel auf"
(diesmal in einem Satz von Werner Godecke) singen.
Das Programm hatte wieder einen sinnvollen Wegweiser, der die
Ankunft des Herrn ebenso vermittelte, wie das große Geheimnis
der Geburt Christi in jubelndem Glanz der Chöre und des hervorragenden
Trompeters Dietmar Wengenroth, der dem Konzert wahrlich die Krone
im Miteinander mit den Chören aufsetzte. Hubertus Weimer
gelingt es dabei, jedes Jahr neue Akzente zu setzen. So erklangen
nicht nur vertraute Weihnachtslieder, auch die Moderne kam mit
wirkungsvollen Arrangements zu ihrem Recht.
Darüber hinaus stellte Hubertus Weimer in seiner
Eigenschaft als Komponist eine Reihe wirkungsnaher Arrangements,
die im Vergleich mit manchen neuen "Möchtegern-Komponisten"
von Substanz getragen waren, deren Wurzeln halt mit seinem Studium
als A-Kirchenmusiker zusammenhängen.
Es ist anzuerkennen, dass der große Meister Johann Sebastian
Bach ebenso im Programm seine Ehre erfährt ("Wachet
auf, ruft uns die Stimme" und weitere Sätze), wie die
Tonsetzer der Neuzeit, die nicht den Glaubensstatus des Weihnachtsfestkreises
außer Acht lassen.
Neuer Kinderchor
Die "westwälder vocalisten" präsentierten
sich als einen homogenen Chor mit bestem Stimmenmaterial. In ihm
vereinigen sich auch heimische Solisten, wie beispielsweise Hans
Albert Demer (Bass), der auch als Solist im Lied "Weihnachten
bin ich zu Haus" überzeugte.
Der Auftritt des neuen Kinder- und Jugendchores
"ZwanzigElf" ist in der Tat eine weitere Bereicherung
für das Westerwälder Land. Er vereinigt ebenso äußerst
talentierte Stimmen aus dem Landesmusikgymnasium wie stimmbegabte
junge Sänger.
Hier wäre vor allem Anne Overbeck (Wallmerod) zu nennen,
die mehrfach als Sopranistin mit ihrer klangschönen Stimme
aufmerksam machte. Auch im Zusammenwirken mit der Profisängerin
Kerstin Bruns eine besonders einfühlsame Sopranstimme. Die
aus Königstein stammende Sängerin wurde bereits als
16-Jährige mit einem Förderpreis beim Bundeswettbewerb
ausgezeichnet.
Ihre Ausbildung zur Opern- und Konzertsängerin absolvierte
sie in an der Hochschule in Frankfurt. Ihr wunderschönes
Timbre setzt sie nach dem Liedgehalt entsprechend ein. Weitere
junge Solisten konnten sich beispielhaft in Szene setzen.
Diesen Akteuren steht die Welt der Musik förmlich offen.
So Laurent Wayandt als Sopransolist beim "Gloria" aus
dem Film "Die Kinder des Monsieur Mathiieu" und die
neunjährige Maria Weimer, die Tochter von Hubertus Weimer,
über deren Trompetenspiel MAN nur staunen konnte.
Der Tenor Gerhard Brückel gehört zu den
tragenden Säulen des Weihnachtskonzertes. Wie immer fungierte
er als singender Rezitator in den Evangelien vom 8. Dezember und
des Weihnachtsevangeliums, in das passende Choreinschübe
von beiden einflossen. Die "Christrose" von Stolz darf
nicht fehlen. Sie gehört wie weitere Titel des glänzenden
Tenors zu den Höhepunkten.
Als begabter Improvisator, der auch das moderne Element reichlich
zur Geltung brachte, fungierte wieder Walter Born, der wohl meistbeschäftigte
Musiker, quasi im Dauereinsatz.
Alles in allem ein zu Herzen gehendes Konzert, in
dem zum Schluss nach dem Jubilieren der Chöre und Solisten
die Besucher mit den Mitwirkenden in das "O, du fröhliche"
einstimmten. Nach einer Weile andächtiger Stille stehende
Ovationen der begeisterten Zuhörer.
(Willibald Schenk)
Westerwälder
Zeitung vom Dienstag, 27. Dezember 2011
"vocalisten" und
Co. in Bestform
Junge Talente sangen sich in die Herzen
der Zuhörer

Fotos: Markus Müller
Steinefrenz - Natürlich dürfen
die gewohnten Weihnachtslieder bei einem Weihnachtskonzert nicht
fehlen – das erwarten die meisten Zuhörer einfach.
Doch Hubertus Weimer schafft es mit den „westerwälder
vocalisten“ jedes Jahr aufs Neue, am Abend vor Heiligabend
doch, neue Akzente zu setzen. Diesmal war es vor allem der erste
Auftritt seines neuen Kinder- und Jugendchores ZwanzigElf.
So durften sich die Zuhörer in der dicht besetzten Pfarrkirche
St. Matthias Steinefrenz über das jugendliche „Gloria“
aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ freuen.
Laurent Weyandt, aus Steinefrenz stammender Schüler des Landesmusikgymnasiums,
setzte dem als Solist mit seiner herrlichen Stimme die Krone auf.
Gleich mehrfach als Solistin im Einsatz war das
Nachwuchstalent Anna Overbeck aus Wallmerod, die zum Beispiel
gemeinsam mit Sopranistin Kerstin Bruns ein wunderschönes
„Gegrüßet Maria“ darbot. Und auch das junge
Chormitglied Meike Menningen aus Dahlen zeigte beim „Kind
in der Krippe“ einen hervorragenden Solostimmen-Einsatz.
Dass Weimer es immer wieder schafft, den entsprechenden
Solosängern auch die passenden Stücke zuzuordnen zeigten
zudem Tenor Gerhard Brückel bei der immer gewünschten
„Christrose“ oder „vocalisten“-Sänger
Hans-Albert Demer beim bekannten „Weihnachten bin ich zu
Haus'“. Und festliche Trompetenklänge kommen bei einem
Weihnachtskonzert immer gut an, ob virtuos von einem Profi wie
Dietmar Wengenroth immer wieder geboten, oder von der erst neunjährigen
Maria Weimer zwischendurch schon beachtlich gut intoniert.
Ja, und einer war nicht nur mit seinem Instrument im Dauereinsatz,
sondern zeigte zusammen mit „ZwanzigElf“ bei der Zugabe
„Oh Happy Day, dass er auch singen kann: Dafür hatte
Pianist Walter Born den längsten Applaus des Abends wirklich
verdient.
Tragende Säule des ganzen Konzerts waren natürlich
die schönen Männerstimmen der „vocalisten“,
die Weimer immer wieder gekonnt in Szene setzte. So zogen sie,
das „O Heiland reiß die Himmel auf“ singend,
durch die Zuschauerreihen zum Chor der Kirche, der den Chören
und Solisten dann als Bühne diente. Besonders schön
zu Wirkung kamen die Tenöre und Bässe bei den Liedern,
die nur wenig oder gar nicht von Instrumenten begleitetet wurden.
In vielen Fällen war der Männerchor aber geschickt mit
dem jungen Chor, den Solisten oder Instrumenten kombiniert, was
dem Vortrag erst die richtige Würze gab. Das Schönste
kam am Schluss: Interpreten und Zuschauer stimmten gemeinsam „Oh
du fröhliche“ an, bevor sich alle aufs Fest eingestimmt
auf den Nachhauseweg machten.
(Markus Müller)

Westerwälder
Zeitung vom Freitag, 18. November 2011
"westerwälder vocalisten"
boten Geistliches - Konzert in Kirche
 |
Die "westerwälder
vocalisten"
boten in der
Hachenburger Abteikirche
geistliche Lieder mit Gehalt. Foto:
Doris Kohlhaas |
Hachenburg. Frater Gregor vom Marienstatter Musikkreis
hatte eine Bitte an die große Zuhörerschaft beim Konzert
der "westerwälder vocalisten" in der Abteikirche.
Die Zuhörer mögen „in dieser herrlichen Akustik
einen ebenso herrlichen Klangkörper – nämlich
die Einzigartigkeit der menschlichen Stimme – mit all ihren
nur möglichen Facetten hören und erleben“. Mit
ihrem Leiter, Chordirektor Hubertus Weimer, ihrem Solisten Hans
Albert Demer (Bass) sowie dem Organisten Walter Born boten die
Westerwälder Vocalisten ein geistliches Konzert mit Gehalt.
Der Erlös der Veranstaltung ist für den Erhalt der Orgel
gedacht.
Der 1994 gegründete Männerchor eröffnete
mit einem von fünf Abschnitten zum Thema „Bitte und
Vertrauen“. Auf dem Programm stand Franz Schuberts „Wohin
soll ich mich wenden?“ zum Kraft schöpfen mit getragenem
Klang sowie die Vertonung des Psalm 23 mit wechselnder Dynamik.
Es folgten drei Stücke mit Schwerpunkt „Tod und Verklärung“:
„Lux“ vom englischen Komponisten Colin Mawby, „Bist
du bei mir“ von Bach sowie „Wanderers Nachtlied“
von Bruno Stürmer.
Maria wurde der dritte Block gewidmet. Hervorzuheben
ist das „Salve Regina“, welches auch die Mönche
täglich im Chorgebet singen. Das „Ave Maria“
– hier in einer Version von Mathieu Neumann – durfte
nicht fehlen. Die russische Liturgie brachte einen besonderen
Akzent, bei dem die Stimmen herausgefordert wurden, aber allen
Schwierigkeiten standhielten und eine neue Klangfarbe ins Gesamtprogramm
brachten.
Die Orgelbegleitung war stilsicher und einfühlsam
mit einem Händchen für Improvisation. Als Verabschiedung
diente der letzte Abschnitt „Die Nacht“. Er wirkte
im Vergleich zum ersten Teil des Konzerts wie ein eleganter und
weicher „Abgesang“, der die Gemüter sanft zur
inneren Ruhe geleitete. „Traumlicht“ von Richard Strauss
bündelte die Sanftheit des Lichtes sowie seine Strahlkraft
wirkungsvoll und mündete in Riffels „Still ruht der
See“ mit einem lebendigen Pianissimo. Der Chor bedankte
sich mit einer Zugabe für reichlich Beifall.
Doris Kohlhas

Nassauische Neue Presse vom 10.11.2011
Ein denkwürdiges Konzert
Brechen-Niederbrechen. Der MGV "Frohsinn" Niederbrechen
hat in der Kulturhalle einen überaus gelungenen Start ins
Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen hingelegt. Beim
Auftaktkonzert wurde rund 300 Zuschauern nicht zuletzt durch die
Mitwirkung der starken Gastgruppen "Westerwälder Vocalisten"
und "Konzertchor ZwanzigElf" ein unvergessliches Klangerlebnis
geboten. Die Zuschauer in Niederbrechen erlebten live, was aus
jungen Leuten mit Talent und Proben herauszuholen ist.
Funke sprang über
Was zuvor bei dem Konzert gelaufen war, hatte ohne
Zweifel schon ein hohes Niveau, doch beim zweiten Auftritt des
Konzertchors "ZwanzigElf" unter Hubertus Weimer sprang
so richtig der Funke im Saal über.
Als Solist Laurent Weyandt "Caresse" aus "Die Kinder
des Monsieur Mathieu" anstimmte, war es im Saal mucksmäuschenstill.
Und als hätte das noch nicht gereicht, legte Anna Overbeck
mit "Gabrielas Song" noch tüchtig nach. Weitere
Solostimmen waren Maike Menningen, Matthea Born und Christin Metternich.
Die "ZwanzigElfer" sind 25 Aktive zwischen zwölf
und 22 Jahren aus dem Westerwald, die zeigen, dass die Jugend
keineswegs für den Chorgesang verloren sein muss. Man braucht
als Unterstützer eben nur Erwachsene, die trotz aller Professionalität
noch die Sprache der Jugend sprechen.
So wie Walter Born, der den Chor am Klavier begleitete und den
Mut hatte, sich mit einer bewusst überzogenen Stimme bei
"Oh Happy Day" noch selbst auf die Schippe zu nehmen.
Gleiches gilt für Trompeter Peter Koch, der durch seine freche
Mimik dem Abend die festliche Steife nahm, aber auch soviel Fingerspitzengefühl
besaß, sich beim abschließenden "Wonderful World"
zurückzunehmen, um der kleinen Kollegin Maria Weimer (11)
nicht die Show zu stehlen. Maria, Tochter von Hubertus Weimer,
verschwand bei ihren Soloeinlagen zwischendurch noch völlig
hinter dem Notenständer, aber das vor dem Publikum schüchtern
wirkende Mädchen hatte es bei "Marching Along"
und "Big Time" schon ziemlich gut drauf.
Der Konzertchor "ZwanzigElf" hatte in
Hälfte eins bereits unter anderem mit "Steigt der Mond"
und "Old Folks Home" für Gänsehautgefühl
gesorgt. Die aus verschiedenen Orten bestehenden "Westerwälder
Vocalisten", ebenso unter Weimers Führung, brauchen
niemand mehr zu beweisen, dass sie es können. Doch es war
einmal mehr ein Erlebnis, Bass Hans-Albert Demers kräftige
und doch fein nuancierte Stimme unter anderem bei "Die zwölf
Räuber" in ihrer vollen Pracht zu hören. Wer sagt,
alte Lieder sind langweilig, hört sie vielleicht sonst nur
von den falschen Chören. Die "Westerwälder Vocalisten"
jedenfalls ließen Werke wie "Abendfriede am Rhein",
"Die Loreley" oder "Irgendwo auf der Welt"
frisch und modern klingen. Mit lautstarkem Applaus wurde ihnen
recht getan, als sie sich zusammen mit "Zwanzig Elf"
und den Musikern unter anderem mit "Deep River" verabschiedeten.
Der Vorsitzende des MGV "Frohsinn", Joachim
Klein, hatte anfangs gesagt, dass sich seine Männer bei diesem
Konzert etwas zurückhalten wollten. Zum einen, weil im Jubiläumsjahr
noch zahlreiche Projekte anstehen würden, zum anderen natürlich,
weil es der Gastgeber nutzen wolle, wenn man schon einmal so außergewöhnliche
Gäste für Brechen habe gewinnen können. Aber die
Brechener deuteten keineswegs nur leise an, was ihre Freunde von
ihnen in den folgenden Konzerten erwarten dürfen.
Der Junge Gemischte Chor "Lollipops" verleiht
dem MGV sicher neuen Elan für die nächsten 100 Jahre.
In seiner Gestik wirkte Dirigent Johannes Albrecht eher wie ein
Meister der alten Schule, doch der junge Chorleiter hatte in den
Proben seine Sänger überzeugend präpariert. Die
Vorträge "Weit, weit weg", "Hü Schimmel,
Hü" oder "Am Ende des Tages" hatten allen
Respekt verdient. Die traditionelle Sparte deckte der Männerchor
"Frohsinn" selbst mit Schuberts "Nachtgesang im
Walde" und "Die Nachtigall" sowie mit zwei Smetana-Stücken
zusammen mit den "Lollipops" exzellent ab.

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch,
28. September 2011
Wäller Sommerkranz erfreute
Besucher in der Westerwaldhalle
Rennerod. Ein abwechslungsreiches Programm erfreute
zahlreiche Besucher in der Westerwaldhalle Rennerod.
Der schöne Veranstaltungstitel „Westerwälder Sommerkranz“
wurde dabei mit viel Heimatliebe belebt: Es gab schwungvolle Tänze
in heimischen Trachten zu sehen, die gemeinsam von den Volkstanzgruppen
Alpenrod und Westerburg gezeigt wurden. In Geminner Platt trug
Adolf Keßler (Gemünden) gekonnt Geschichten und Gedichte
vor, die mitten aus dem Leben stammen. Dabei bildete die Trachtengruppe
des Westerwaldvereins eine schöne Bühnenkulisse.
Mit den "westerwälder vocalisten" (Leitung: Musikdirektor
Hubertus Weimer) traten Sänger auf, die immer wieder mit
ihrer Kunst die Herzen der Zuhörer erfreuen. Für den
gelungenen Nachmittag dankte Bürgermeister Werner Daum insbesondere
den Organisatorinnen vom Tourismusbüro Rennerod sowie allen
Aktiven und fleißigen Helfern.

Westerwälder Zeitung vom Dienstag,
28. Juni 2011
Sommersoiree stellt so manche
Gala in den Schatten
Auftritt "westerwälder vocalisten"
und Konzertchor begeisterten
Zehnhausen. In der Dorfgemeinschaftshalle von Zehnhausen
gaben die Westerwälder Vocalisten ihr zweites Sommerkonzert.
Um es gleich vorweg zu sagen: Diese eher schlicht angekündigte
Chorsoiree stellte manches vollmundig publizierte Galakonzert
weit in den Schatten. Dafür bürgte der musikalische
Leiter Hubertus Weimer, der neben den Vocalisten mit dem Tenor
Gerhard Brückel, dem Bassisten Hans-Albert Demer, dem Trompeter
Peter Koch, dem Pianisten Walter Born und nicht zuletzt mit dem
neu gegründeten Konzertchor ZwanzigElf kokettieren konnte.
Franz-Bernhard Zeis hatte den Zuhörern in dem
proppenvollen Dorfgemeinschaftshaus eingangs viele sommerlich-musikalische
Farbtupfer versprochen. Mal in markant kräftigen Tönen,
mal in pastellfarbenen, zarten Klängen. Hubertus Weimer und
seine Interpreten haben diese Farbtupfer zu einem musikalischen
Bild geformt, das die Zuhörer immer wieder aufs Neue begeisterte.
Auf welch hohem Niveau die Westerwälder Vocalisten musizieren,
ist weit über die Region hinaus sattsam bekannt. Auch bei
dem Sommerkonzert in Zehnhausen zogen die 22 Sänger alle
Register ihres Könnens. Aus dem breit gefächerten Repertoire,
das „Gesang für die Leute“ zelebrierte, wie ein
Zuhörer treffend bemerkte, mögen die Stücke hier
hervorgehoben werden, bei denen die Gesangssolisten auf den Schwingen
des dienenden Chorgesanges getragen wurden.
So zum Beispiel der Klassiker „Die zwölf
Räuber“ von Friedrich Zimmer, bei dem der Bassist Hans-Albert
Demer bis zum tiefen C souverän in den musikalischen Abgrund
hinabstieg. Doch er weiß sich auch baritonal bis hinauf
zum hohen F elegant zu bewegen, etwa bei „Die alten Straßen
noch“ (Paul Gripekoven). Ein strahlendes Pendant zum Kontrabassisten
war der Tenor Gerhard Brückel, der unter anderem mit den
Vocalisten bei der „Waldandacht“ (Franz Abt) andächtig
durch den Hain spazierte. Als brillante Solisten empfahlen sich
Demer und Brückel auch mit „Eine weiße Birke“
und „Ein schöner Tag“. Ein musikalischer Leiter
kann sich glücklich schätzen, wenn er über so geniale
Instrumentalisten wie Walter Born am Klavier und Peter Koch als
Blechbläser verfügen kann. Borns improvisierende Begleitung
der Sänger und Kochs Trompetenclownerien (im besten Sinne
des Wortes) waren traumhaft.
Das besondere Highlight des Abends war ohne Zweifel
der neu gegründete Konzertchor Zwanzig-Elf. 15 Mädels
und vier Jungs sangen internationale Literatur und moderne Musicals,
aber auch erfreulich viele deutsche Lieder. Der vor Freude nur
so sprühende Gesang des Konzertchores und die herausragenden
Soli von jungen Sängerinnen und einem strahlenden Knabensopran
rissen die Zuhörer zu Beifallsstürmen hin.
 |
Noch
ein Schmankerl am Rande:
Die kleine Maria Weimer „lustwandelte“ Trompete
spielend mit Peter Koch unter dem begeisterten Beifall der
Zuhörer über die „Champs Élysées“.
Dieses sommerliche Galakonzert wird bei den Zuhörern
noch lange nachklingen.
Foto:
Hans-Peter Metternich |